Hart erkämpfter Auswärtssieg bei Phönix München

Spätestens nach dem Auswärtssieg des FC Phönix München am vergangenen Wochenende in Gaimersheim war beim SEF allen klar, dass man die Münchner keinesfalls an ihrem aktuellen Tabellenstand messen durfte. Und wie erwartet wurde es für die Eintracht ein schwieriges Auswärtsspiel.

In der ersten Halbzeit hatte der SEF deutlich mehr Spielanteile und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Beim letzten Pass oder beim Abschluss traf die Eintracht allerdings oftmals die falsche Entscheidung. Phönix verteidigte kompakt und versuchte immer wieder mit schnellem Umschaltspiel gefährliche Nadelstiche zu setzen. Da beide Teams vor dem Tor jedoch die letzte Entschlossenheit vermissen ließen, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause. Eine Führung für den SEF wäre aufgrund der Spielanteile und Chancen dennoch nicht unverdient gewesen.

Nach der Pause sollte es dann allerdings wild und durchaus turbulent werden. Coach Mijo Stiepic hatte in der Halbzeit offenbar die richtigen Worte gefunden, denn der SEF drückte nun massiv aufs Tempo. Nach einem starken Doppelpass mit Fabrizio Brandes schoss Kapitän Felix Fischer in der 48. Minute mit einem überlegten Heber über den Torwart hinweg die Eintracht verdient mit 1:0 in Führung.

Nur fünf Minuten später erhöhte der SEF in seiner Druckphase auf 2:0 (53.). Nach einem Querpass von Huber traf Brandes aus kürzester Entfernung den allerdings Ball nicht richtig, brachte ihn dennoch aufs Tor. Ein Verteidiger klärte diesen auf oder knapp hinter der Linie. Der Linienrichter entschied sofort auf Tor. Der SEF jubelte, während die Heimelf mit der Entscheidung nicht einverstanden war und sich vehement beschwerte. Ob der Ball tatsächlich vollständig hinter der Linie war, lässt sich nur schwer aufklären. Am Ende hatte jedoch wie immer der Schiedsrichter das letzte Wort….

Diese Entscheidung setzte beim FC Phönix wohl neue Energie frei und hatte wütende Angriffe der Gastgeber zur Folge. In der 59. Spielminute brachte Mouhcine Oumane die Münchner zurück ins Spiel. Nur vier Minuten später fiel dann sogar der Ausgleich: Domagoj Ticaric traf sehenswert mit einem perfekt getretenen Freistoß aus rund 18 Metern genau in den Winkel zum 2:2. Der Spielverlauf war damit etwas auf den Kopf gestellt, doch der SEF kämpfte weiter und hatte in einer wilden zweiten Halbzeit die letzte Antwort parat. Der eingewechselte Youngster Jonathan Kleimann bediente Stürmer Fabrizio Brandes in der 78. Spielminute mustergültig, dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und überlupfte den Torwart eiskalt zum vielumjubelten 3:2 für die Eintracht.

Die letzten Minuten überstand der SEF schadlos und durfte nach der zweiten Verwarnung für Phönix-Spieler Balzevic in der 89. Minute sogar noch bis zum Spielende in Überzahl spielen. Nach einer intensiven und turbulenten zweiten Halbzeit nahm die Eintracht damit drei wichtige Punkte aus München mit und setzt seine bisher erfolgreiche Saison fort und mischt in der Spitzengruppe der Bezirksliga Nord weiter prächtig mit.

Die nächste Aufgabe wartet dann wieder zu Hause. Am Samstag, den 26.09. um 13:00 Uhr empfängt man in der Luitpoldanlage den FC Aschheim.

FC Phönix München – SE Freising 2:3 (0:0)
0:1 Fischer (48.), 0:2 Brandes (53.), 1:2 Oumane (59.), 2:2 Ticaric (63.), 2:3 Brandes (78.)

Gelb-Rot: J. Blazevic (89. / Phönix)

Zuschauer: 100

Für den SEF spielten: Jonas Trost (TW), Osaro Aiteniora, Florian Wagner, Michael Schmid, Bastian Lomp (79. Jakob Schmid), Johannes Kleidorfer, Florian Huber, Florian Hölzl (93. Paulo Just), Felix Fischer, Joshua Steindorf (66. Jonathan Kleimann), Fabrizio Brandes (87. Fabian Löw)

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