Freisinger Heimschwäche hält an

Vor 200 Zuschauern entwickelte sich zwischen dem SC Eintracht Freising und der SpVgg Kammerberg zunächst eine eher ereignisarme Partie. In den ersten 25 Minuten tasteten sich beide Teams ab, wobei die Gäste aus Kammerberg etwas mehr Spielanteile verzeichnen konnten.

Dann zeigten sich die bekannten Schwächen der Freisinger Hintermannschaft erneut: Ein einfacher Pass in die Schnittstelle hebelte die nicht sattelfeste Dreierkette aus, und Peter Graf vollendete souverän zum 0:1 für Kammerberg (27.). Kurz vor der Pause bot sich den Hausherren dennoch die große Ausgleichschance: Joshua Steindorf lief frei auf Keeper Eicher zu, scheiterte aber an dessen starkem Reflex (40.). So ging es mit einer verdienten, wenn auch knappen Führung für die Gäste in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel präsentierte sich der SE Freising wie verwandelt. Trainer Schmidbauer stellte auf eine Viererkette um, wodurch sein Team deutlich mehr Zugriff auf das Spiel gewann. Freising wurde dominanter, kam häufiger in den Strafraum und belohnte sich schnell: In der 51. Minute erzielte Christian Schmuckermeier seinen vierten Saisontreffer. Der Ball wurde zwar noch knapp hinter der Linie geklärt, doch der Linienrichter entschied sofort auf Tor – der verdiente Ausgleich.

Die Freude währte jedoch nicht lange. Nur acht Minuten später nutzte Kammerbergs Domenik Kaiser einen Stellungsfehler in der Freisinger Abwehr eiskalt aus und brachte sein Team wieder in Führung (59.).

Freising warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergab erneut Joshua Steindorf, der in der 89. Minute aus sieben Metern einen Feldspieler auf der Linie anschoss. Trotz sechsminütiger Nachspielzeit gelang dem SEF kein Treffer mehr.

Schiedsrichter Niklas Hampel (Mammendorf) leitete die Partie insgesamt ordentlich, wenn auch etwas kleinlich. Nach 96 Minuten stand der Kammerberger Auswärtssieg fest. Während die SpVgg damit den Anschluss an die Spitzengruppe herstellt, bleibt der SE Freising im Tabellenmittelfeld hängen.

Am kommenden Samstag (16:00 Uhr) gastieren die Freisinger beim FC Gerolfing. Dort gilt es, die Abwehrprobleme schnellstmöglich in den Griff zu bekommen.

Für den SEF spielten: Jonas Trost (TW), Rafael Wiesinger, Marcel Hack, Andreas Abstreiter (82. Michael Schmid) Maximilian Rudzki (70. Marzuk Shaban), Christian Schmuckermeier, Sebastian Thalhammer (77. Fabrizio Brandes), Louis Goldbrunner, Maximilian Schaar (70. Johannes Grubmüller), Felix Fischer (C), Joshua Steindorf

Bericht: Andreas Schlechta

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