Am Samstag gastierte der SE Freising zum Topspiel beim TSV Eintracht Karlsfeld. Desaströse erste 30 Minuten brachten den SEF allerdings schnell und deutlich auf die Verliererstraße. Dank einer deutlich besseren zweiten Halbzeit wurde es am Ende doch noch einmal spannend.
Bereits nach drei Minuten geriet der SEF in Rückstand. Fabian Barth wurde völlig allein gelassen und brachte die Hausherren mit einem satten Schuss aus ca. 20 Metern in Führung. Nur wenige Minuten später ergab sich nahezu die identische Situation. Erneut kam Fabian Barth in zentraler Position völlig freistehend außerhalb des Strafraums an den Ball und drosch die Kugel aufs Tor. SEF-Keeper Trost konnte den Ball noch an die Unterkante der Latte lenken, von dort sprang der Ball allerdings dennoch ins Tor (10.).
Der SEF versuchte ins Spiel zu finden und kam in der 17. Minute zum Anschlusstreffer. Außenverteidiger Osaro Aiteniora brachte eine scharfe Flanke in den Strafraum, Joshua Steindorf hielt den Fuß hin und verkürzte auf 1:2. Der SEF entwickelte nun eine kurze Drangphase und hatte wenig später sogar die Chance auf den Ausgleich. Stürmer Fabrizio Brandes setzte sich gegen einen Gegenspieler durch, traf den Ball anschließend aber nicht richtig.
Statt des möglichen Ausgleichs, führte dann ein katastrophaler Ballverlust kurz vor dem eigenen Strafraum zu einem erneuten Gegentor. Erneut war es Fabian Barth, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und in der 24. Spielminute mit seinem dritten Treffer auf 3:1 für Karlsfeld erhöhte. Der SEF wirkte daraufhin völlig von der Rolle und ließ sich innerhalb weniger Minuten zwei weitere einfache Gegentreffer einschenken. Zunächst war es Roman Gertsmann (28.) und nur wenig später traf dann auch Leonardo Kristic (30.). 1:5-Rückstand nach 30 Minuten – ohne Worte.
Nahezu jeder Zweikampf und jeder zweite Ball gingen verloren. Der SEF versagte in der Defensivarbeit im Kollektiv und wurde für jeden Fehler eiskalt bestraft. Die katastrophalen Ballverluste luden den Gegner regelrecht zum Tore schießen ein. Sowohl im Kopf als auch von der Spritzigkeit her war der SEF zu diesem Zeitpunkt zu langsam. Ein Treffer von Florian Huber in der 39. Minute brachte dann etwas Ruhe ins Spiel. Mit einem immer noch deutlichen 2:5-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach der Pause dann ein deutlich verändertes Bild. Der SEF hatte seine Defensive sortiert und stand nun hinten sicherer. Nach vorne erspielte man sich zunehmend Chancen. In der 63. Minute verwandelte Felix Fischer einen berechtigten Foulelfmeter zum 3:5.
Die Eintracht mühte sich nun, den Anschluss herzustellen, und dieser gelang tatsächlich: Florian Huber grätschte von außen einen Ball in den Strafraum und fand mit Joshua Steindorf einen Abnehmer im Zentrum (75.). Der Anschluss war hergestellt und noch über eine Viertelstunde Zeit, den 5:5-Ausgleich zu erzielen. Diesen hatte dann Jakob Schmid auf dem Fuß, der allerdings einen Abpraller aus zehn Metern über das Tor drosch.
In der 81. Minute musste der SEF dann allerdings wieder einen Rückschlag hinnehmen. SEF-Spieler Florian Hölzl wurde nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler vom Feld verwiesen. Die Eintracht musste die letzten Minuten somit in Unterzahl bestreiten. Der SEF mühte sich nun in Unterzahl und versuchte noch einmal alles. Die letzten Minuten waren allerdings sehr zerfahren und brachten nur noch wenig Spielfluss. Der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.
Nach der Niederlage im Pokal unter der Woche und der desaströsen Anfangsphase gilt es für den SEF schnell wieder in die Spur zu finden. Am nächsten Samstag wartet bereits das nächste schwere Spiel auf die Mannschaft. Der SEF empfängt dann um 13:00 Uhr in der Luitpoldanlage den starken Aufsteiger TSV Allershausen zum Derby.
TSV Eintracht Karlsfeld – SE Freising 5:4 (5:2)
1:0 Barth (3.), 2:0 Barth (10.), 2:1 Steindorf (17.), 3:1 Barth (24.), 4:1 Gertsmann (28.), 5:1 Kristic (30.), 5:2 Huber (39.), 5:3 Fischer (63./FE), 5:4 Steindorf (75.)
Rote Karte: Hölzl (81./ SEF)
Zuschauer: 100
Für den SEF spielten: Jonas Trost (TW), Johannes Kleidorfer (67. Johannes Grubmüller), Michael Schmid (85. Jonathan Kleimann), Paulo Just, Osaro Aiteniora, Bastian Lomp (39. Jakob Schmid), Felix Fischer, Florian Hölzl, Florian Huber, Joshua Steindorf, Fabrizio Brandes

