Nach dem Auswärtssieg in der vergangenen Woche bei DJK München 54 und der damit verbundenen Tabellenführung in der Auswärtswertung wollte der SE Freising am Freitagabend endlich auch zuhause nachlegen und den ersten Heimsieg 2026 in der Savoyer Au einfahren. Doch sowohl die schwache Heimbilanz als auch zwei weitere Serien sollten Bestand haben.
Über die gesamten 90 Minuten hinweg war der SEF die klar bessere Mannschaft und überzeugte auch spielerisch. Dennoch gelang es dem Gegner einmal mehr, aus minimalen Chancen maximalen Ertrag zu ziehen und zwei Treffer zu erzielen. Vor Spielbeginn wurde Vizekapitän Maximilian Rudzki, der angeschlagen pausieren musste, für sein 100. Pflichtspiel im Freisinger Trikot am vergangenen Wochenende geehrt.
Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Kontrolle. Doch wie so oft fiel der erste Treffer für den Gegner: Nach einem Rückpass versprang Torhüter Jonas Trost auf dem teils wirklich schlechten Platz (hier wäre das Gartenbauamt gefragt, seine Hausaufgaben zu machen) der Ball, sodass Gerolfings Angreifer Porfyriadis nur noch ins leere Tor einschieben musste (16.). Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur zwei Minuten später setzte sich Florian Huber stark im Eins-gegen-eins durch und erzielte mit einem platzierten Rechtsschuss den schnellen Ausgleich (18.). Der SEF blieb am Drücker und wurde in der 27. Minute belohnt: Nach einem perfekten Steckpass von Jonathan Kleimann umkurvte Fabrizio Brandes den gegnerischen Keeper Oblinger und traf zur verdienten 2:1-Führung.
Nur wenig später hatte Huber sogar das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend am Torwart, der ihm den Ball vom Fuß nahm. Kurz vor der Pause dann der erneute Rückschlag: Nach einem Konter und einem Stellungsfehler in der Defensive kam Gerolfing durch Altay zum überraschenden 2:2-Ausgleich (45.+1).
Im zweiten Durchgang verlor die Partie zunehmend an Tempo. Während die Gäste offensiv kaum noch stattfanden und vor allem durch Zeitspiel auffielen, drängte Freising auf die Entscheidung. Die beste Chance hatte Kapitän Felix Fischer, dessen wuchtiger Kopfball vom stark reagierenden Schlussmann Oblinger an die Latte gelenkt wurde. Ein Knackpunkt war die Zeitstrafe gegen Gerolfings Seitle in der 72. Minute: Statt die Überzahl ruhig auszuspielen, agierte der SEF in dieser Phase zu hektisch und konnte seine spielerische Überlegenheit nicht mehr konsequent nutzen.
Nach 94 Minuten beendete Schiedsrichter Kai Schüler die Partie. Zwar blieb der erhoffte Heimsieg erneut aus, doch die rund 150 Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel. Positiv bleibt: Der SEF ist sowohl in der Rückrunde als auch unter Neu-Trainer Mijo Stijepic weiterhin ungeschlagen und hat sich im gesicherten Mittelfeld etabliert. Am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr steht das Auswärtsspiel beim Aufstiegsmitfavoriten VfR Garching an.
SE Freising – FC Gerolfing 2:2 (2:2)
0:1 Porfyriadis (16.), 1:1 Huber (18.), 2:1 Brandes (27.), 2:2 Altay (45.+1)
Zuschauer: 150
Für den SEF spielten: Jonas Trost (TW), Osaro Aiteniora (66. Andreas Abstreiter), Bastian Lomp, Fabrizio Brandes, Jonathan Kleimann (73. Christian Schmuckermeier), Luca Stubenvoll (84. Johannes Kleidorfer), Michael Schmid, Florian Huber, Maximilian Schaar, Iosif Racean, Felix Fischer (C)

